Veröffentlichungen

 

Gebunden, 192 Seiten, DM 34.-/sFr 32.-/öS 248.-

ISBN 3-85869-170-4       

 

„Der Flamenco mit all seinen Unterarten, den elegischen, den heiteren, den fatalistischen, den traurigen, bestimmt Melodie und Rhythmus des Romans, den Marco Thomas Bosshard rund um den von den Falangisten ermordeten andalusischen Dichter Federico García Lorca geschrieben hat. Und diese Melodien, diese Rhythmen reissen einen über weite Strecken des Buches mit; unberührt bleibt man nicht bei der Lektüre.  Bosshard, der sich intensiv mit García Lorca beschäftigt hat, entwickelt nicht in erster Linie ein Porträt von faktenhafter Genauigkeit. Was er anstrebt und in beachtens­wertem Masse auch erreicht, ist ein verdichtetes, gelegentlich poetisches und immer wieder dramatisches Bild jener Zeit (...)“

Der Bund, Bern

 
*   Gesang ohne Landschaft. Roman. Zürich: Rotpunktverlag, 1998.

 

Inhaltsangabe Gesang ohne Landschaft

Während eines Studienaufenthaltes in Granada, auf den Spuren von Federico García Lorca, dessen Definition des Flamenco als „Gesang ohne Landschaft“ dem vorliegenden Roman seinen Namen verleiht, trifft ein junger Mann auf die Enkelin eines Zeitgenossen des Dichters. Sie bringt ihn mit ihrem Großvater Enrique zusammen, der mit dem Musiker Manolo in einer psychiatrischen Klinik lebt. Unter dem Eindruck dieser Begegnung entsteht in der Vorstellung des jungen Mannes das Zeitgemälde einer Generation im Aufbruch im Granada der 20er Jahre. Treffpunkt der Bohème, des Kreises um García Lorca und Manuel de Falla, ist Enriques Elternhaus, das „Café La Lagartija“. Vor dieser Szenerie spielt sich – am Vorabend des spanischen Bürgerkrieges – die Geschichte von Enrique und Adela ab.

Auch in der erzählerischen Gegenwart entspinnt sich eine Liebesgeschichte. Der Ich-Erzähler verliebt sich in Carmen, die als eigenständige Frau ihrer Großmutter Adela nicht unähnlich ist. Sie macht ihn mit dem Lebensgefühl der jungen andalusischen Generation vertraut und rückt mitunter auch seinen verklärten Blick auf ein Granada, das der Vergangenheit angehört, zurecht.

Eine dritte Erzählebene zeichnet Episoden aus dem Leben García Lorcas bis zu seiner Ermordung durch die Faschisten im Jahre 1936 nach.

Formal lehnt sich der Text an die Struktur des Gedichtzyklus Poema del Cante Jondo des granad­inischen Dichters an: dem Rhythmus verschiedener Flamenco-Unterarten (Soleá, Siguiriya, Petenera usw.) folgend, entwickelt sich der Roman.

Leseproben                                                              Roman bestellen (bei http://www.rotpunktverlag.ch/)

 

*   Federico García Lorca. Radiofeature zum 100. Geburtstag. Berlin, 1998.

 

*         *  Ästhetik der andinen Avantgarde. Gamaliel Churata zwischen Indigenismus und Surrealismus. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin (wvb), 2002.

            Broschur, 190 Seiten, € 19.-/sFr. 32.-

            ISBN 3-932089-95-2

Das literarische Werk von Gamaliel Churata (1897-1969), dem Be­grün­der und Kopf der Avantgardebewegung Orkopata, gilt innerhalb der peru­anischen Nationalli­teratur als Kuriosum. Churatas indi­genis­tisches En­gagement führt ihn nicht etwa hin zum realis­tischen indige­nis­tischen Roman eines Alegría oder Arguedas, sondern sedimentiert in einer avant­gardistischen Prosa, die ihre ästhetischen Prämissen auf der indi­ge­nen Kos­mologie und Mythologie zu gründen versucht.

Unter Berücksichtigung der ethnographischen Sekun­därliteratur zeich­net der Autor die Genese dieser andi­nen Ästhetik in Churatas Texten nach. Im Vergleich mit den reprä­sentativen Romanen des Indigenismus einer­seits und surrealistischen Texten aus Europa und dem Fernen Osten anderer­seits geht es dem Autor um eine differenzierte Gesamtbe­trachtung von Churatas von der Literaturwissen­schaft vernachlässigtem Hauptwerk El pez de oro, das als literarischer Schlüsseltext der pe­ru­anischen Moderne bezeichnet wer­den darf.

 

 
 


 

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